O.k....o.k.. nach meinen Ausschweifungen in vorangegangenem Lärchen-Posting möchte ich mich jetzt auf das Wesentliche beschränken. Somit -in der Kürze liegt die Würze- folgende Pflanze: Cotoneaster Zwergmispel, Anschaffung Herbst 2008.Der frostfreien Überwinterung im Treppenhaus ist es zu ver-danken, dass die Pflanze weiter-hin Früchte und Laub trägt. Un-sere andere Zwergmispel, die windgeschützt auf dem Balkon steht, ist hingegen völlig kahl. Wenn die Temperaturen es er-möglichen, ist der Cotoneaster das ganze Jahr über "ein immer-grüner" Strauch.
Passend zu "immergrün" habe ich neulich einen interessanten Radiobeitrag (WDR2) gehört. In dem hieß es, ein Kalifornisches Institut habe festgestellt , dass der Frühling inzwischen 1,25 Tage früher als noch vor 50 Jahren eintritt. Hierzu wurden Daten ver-glichen, an welchem Tag genau jeweils dieselben Bäume über die Jahr gesehen ausschlagen oder ihre Blüten öffnen. Es gäbe Auf-zeichnungen, in denen Beobachtungen kalendarisch festgehalten wurden, und zwar vom Knospenaufsprung bis zum ersten Blatt-abwurf im Herbst. Die Statistik basiert jedoch auf wenigen Auf-zeichnungen und daher sucht man weitere Informationsquellen zu diesem Thema.
Also, wer z.B. die Dorf-Linde oder den Baum vor seiner Haustür seit Jahren akribisch beobachtet und auch die Veränderungen im Kalender festgehalten hat, meldet sich bitte bei mir oder WDR2 . DANKE! Bonsais zählen leider nicht dazu.
Fazit: es gibt bald verlängerte Frühlings- und Herbst-Zeiten. Der Frühling beginnt dann schon im Februar und der Herbst geht bis weit in den Dezember hinein. Wer weiß, vielleicht wird dann die Zwergmispel auch ein immergrüner Strauch in unserer Region sein. Bis sich dieser Effekt des "ganzjährigen Grünseins" bei den Pflanzen spürbar durchgesetzt hat, werden sicher noch ein paar Jahrzente vergehen.
Ups... jetzt ist das Post doch etwas länger geworden als beab-sichtigt, mit wenig Informationen über unsere Zwergmispel -
trotz Post-Titel. Das mache ich dann ein anderes Mal.
Ich sage noch schnell von hier aus -Hasta la Vista Baby, bis zum nächsten Mal... wenn es wieder heißt...
ZWERGMISPEL
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Christian und Martina sind Blumenstempel
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30.1.09
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LÄRCHE
... abgespannt und fixiertEndlich sind die extrem kalten Tage erst einmal vorbei, der Schnee ist weggetaut und die Erde in den Schalen nicht mehr gefroren. Nach einer stressigen Woche nahm ich mir am letzten Sonntag diese Lärche zum "Abspannen" vor. Als Baumschulware im Plastikpott kaufte ich den Baum (ca.160cm hoch) im Sommer2008. Ich kürzte ihn auf ca. 80cm und pflanzte ihn in eine ovale unlasierte Schale. Dann ent-fernte ich an den Ästen alle nach unten zeigende Nadeln und stellte den obersten Ast so auf, dass er als neue Spitze in Zukunft fun-gieren sollte. Mehr ist nicht passiert, siehe Bild oben:
Europäische Lärche, Stand Ende September 2008.
In den letzten Monaten signalisierte die Pflanze eine positive Akzep-tanz zu ihrem frühherbstlichen Eingriff, so dass ich bedenkenlos noch weitere gestalterische Maßnahmen an ihr vornehmen konnte. Für die Baumanalyse wie auch für die weitere Vorgehensweise ist die Meinung von KlickKlack als Baumanalytiker für mich immer von großem Interesse. KlickKlack, der gleich nach dem kleinst-möglichen Baum in der Lärche suchte, meinte: ein sehr schöner Baum mit einem langweiligen geraden Stamm, der sich bis hin zur Spitze kaum verjüngt :-( Sein Nebari (Nebari= gestalteter Über-gang vom Wurzelbereich zum Stammansatz) ist - über Jahre ge-sehen - ausbaufähig. Ich könne zufrieden sein, dass der Wurzel-bereich nach dem Auskämmen so problemlos in die vorgesehene Schale gepasst hat. Sein Ergebnisprotokoll zur Baumanalyse sagt aus, dass bei solchem Material eine Baumhöhe von 25-30 cm zu erreichen und eine beachtliche Totholzgestaltung möglich sei. Seine Schaltkreise konnten die Information nicht verarbeiten, dass ich diesen Baum lieber natürlich nach-empfunden mit reichlichem Astwerk aufbauen möchte, was eine Höhe von ca.60 cm erfordert. Ich will keinen Baum haben, der so aussieht, als ob eine Horde Naturfreunde über ihn hergetrampelt sei.
Seine Astverteilung am Stammumfang ist sehr zahlreich und waagerecht bis hängend am Stamm verteilt, was ja bereits der natürlichen Lärchenform entspricht.
Hier die Lärche links vor der Abspannaktion und rechts nachher.
Das, was noch erwähnenswert wäre, zeigt das folgende Bild.
Links: die abgetrennte Lärchenspitze mit ihrem nach oben gedrahteten Ast. Bei meiner Erstgestaltung sollte er als neuer "leitender" Trieb dienen. Hier zeigt sich wieder, dass Bonsai wie
"Spielen mit einer Pflanze" ist - ein stetiger Prozess mit schemenhafter Zielvorgabe. Somit lautet das vor-läufige Zwischengebnis: Europäische Lärche (Larix decidua), Höhe 61 cm ab Schalenoberkante, Schale Yixing - unlasiert / oval 38x32x8 cm. Martina: egal, welche Seitenansicht, das "Vorher" gefällt mir besser. Ob es an der fehlenden Spitze liegt? Und eigentlich mag ich eh keine Nadelbäume, denn die sind viel zu stachelig ... und überhaupt, so viel Geschreibe für einen so spärlichen Baum, das Zwischen-ergebnis hätte doch gereicht... Christian: och mano :-(
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Christian und Martina sind Blumenstempel
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22.1.09
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Labels: VORHER NACHHER
BONSAI POST
Da schraube ich 'mal wieder an dieser Weblog-Fassade herum und schon ziehe ich eine Ereigniskarte aus dem Hut:
Eingangs dachte ich, es sei doch Platzverschwendung, dass im unteren Bereich des "Blog-Kopfes" nichts mehr steht bzw. er müsse schöner aussehen. Und - ABRAKADABRA -habe ich dem Blumenstempel-Weblog einen neuen Namen verpasst.
Somit wird aus "Bonsai - das schönste Hobby der Welt" jetzt "Bonsai Post". Mir gefiel der Schriftyp, den ich insofern abänderte, dass ich für die "O's" die Symbole des Zen-Kreises einsetzte. Die mittig der Kreise plazierten Notausgangsmänchen stehen für: 'raus aus dem Alltagsstress, aber ein bißchen flott :-) und 'rein in die kleine Natur. Kennt Ihr auch noch die Schokoriegel-Werbekampange:
... und bei Bonsai Post, ist auch nix los! :-) O.k. bis später...
bald gibt's wieder 'was Grünes...
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Christian und Martina sind Blumenstempel
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16.1.09
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Labels: BONSAI POST
WEB-HIGHLIGHT- 01/2009
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die schönsten Bäume im ganzen Land? ... So oder so ähnlich müsste es lauten, wenn man nach märchenhaften Bonsais im ganzen Land sucht.... Du, Christian Du hast die schönsten Bäume :-) Doch unten im Süden von Deutschland, hinter den Bergen, da ist der Walter, der hat 1000 mal schönere Bonsais als Du :-( ...Spaß bei Seite, ich bin froh, dass es endlich 'raus ist, dass ich die Bonsai-Bäume von Walter Pall als die märchenhaftesten im ganzen Web halte. Als virtueller Cosmopolit ist Walter Pall für mich schon lange ein Bonsai-Großmeister der Gegenwart. Sucheinträge unter YouTube oder Google führen zu einem "allzeit Bonsai schaf-fenden" Walter Pall, der einem auf vermittelnde Art Bonsai regel-recht vorlebt. Meine Hoffnung liegt darin, dass meine Bäumchen vielleicht 'mal einen "Hauch" von dem bekommen, was die Bonsais vom Walter Pall ausmachen. Da Hoffnung ein Motivationsfaktor ist, gehe ich für meinen Teil hoch motiviert in das Bonsai-Jahr 2009. Und wie heist es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Seite(n) des Monats -Januar 2009-
Bonsai Gallery of Walter Pall
Walter Pall Bonsai Adventures
Walter Pall Travelogues
PS. Habe einen schönen kurzen und zeitlosen Text von Kurt Tucholsky zum Thema Börsencrash in unserem anderen Blog veröffentlicht, Interresiert? Dann hier klicken.
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Christian und Martina sind Blumenstempel
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11.1.09
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Labels: WEB-HIGHLIGHT
WENN DIE BÄUME TRAUER TRAGEN
Als wir in 2004 unsere gemein-same Wohnung bezogen, war das einzige Grün, das Martina als Aussteuer mitgebracht hat, ein Ficus Benjamin. 3 Stengel senkrecht wachsend aus einem Wurzelgeflecht in ordinärem Blumenübertopf ohne Loch. Diese Dinger sind zu Hunderten in Blumenläden als Container-ware zu bekommen. Links das Foto ist aus März 2005, es zeigt die Pflanze vor der Umge-staltung. In dem Bonsai-Buch von "Paul Lesniewicz - Bonsai für die Wohnung" sah ich, wie genau aus solcher Rohware ein Baum in Trauerweiden-Form entstehen kann. Ende 2005 war es dann endlich soweit: die Umsetzung der Buchanleitung erfolgte an Martinas "Eigentum". Das Ergebnis der Trauerfeige verschlug ihr förmlich den Atem, somal ich ihr über die gestalterische Richtung ihrer Pflanze vorher keine Auskunft gab ...hihi. (So sind Männer halt - Männer sind Macher) ...Man muss wissen: Dieser Ficus hat trotz Martinas "schwarzen Daumens" jahrelang überleben können. Und nun habe ich die einzige Pflanze, die quasi auch für sie unka-putttbar war, zu einer solchen trauernde Gestalt umfunktioniert. Ehmmm...was sollte ich sagen?
Aber Schatzi, weißt du noch? 1999 in Bad Rothenfelde, die Bank im Kurpark unter der Trauerbuche? Du und ich eng umschlungen... Genau diese Atmosphäre wollte ich doch nur auf das Tablett zaubern. Wie grüne blattbehangene Fäden berührten die Äste den Boden und bildeten einen Kreis um den Stamm, um uns. Mensch Mausi, sei nicht traurig wegen des Ficus, Du weißt doch noch, wir saßen förmlich in unserem Blätter-haus. Nur diesen Eindruck wollte ich auf unserer Fensterbank für immer einfangen. Puhhh... wie hab ich das gemacht ;-)
Jetzt, im vierten Jahr der trauernden Gestaltung, kann sich das Ergebnis doch sehen lassen, oder? Sicher muss die Pflanze noch einmal 10 bis 15 Jahre reifen, bevor sie sich Bonsai nennen darf. Diese Fotos zeigen sie das erste Mal ohne Draht im Astwerk. Die Hauptarbeit bei dieser Gestaltung war und bleibt nun einmal das Abwärtsdrahten der Äste, um den trauernden Habitus beizube-halten.
links: Ficus Benjamin im Trauer-Look
rechts: Trauerbuche (Grüne Hängebuche) Fagus silvatica 'Pendula'Beim Betrachten dieser Trauerbuche im Wuppertaler Zoo dachte ich über unseren trauernden Ficus nach, nämlich dass ich ihn mir auch noch einmal vor-nehmen könnte. Erst im Herbst verab-reichte ich ihm einen kleinen Astschnitt und jetzt entfernte ich alle Drähte sowie die Blätter in den Astansätzen. Bei der Trauerbuche im Zoo ist schön die ein-seitige
Astverteilung am Stamm zu er-kennen: alle Äste zeigen in die gleiche Richtung, die Nord-Seite des Stammes ist glatt und kein Ast geht von dieser Stamm-Seite ab. Der Ficus gehört sicher zu den widerstandsfähigen In-door-Arten, der sich auch im Wohn-zimmerklima prachtvoll entwickeln kann, doch traue ich mich nicht, einen kompletten Blattschnitt an ihm vorzu-nehmen. Mal schauen, vielleicht kom-mendes Frühjahr oder auch nicht, weil sich die Blattgröße bereits innerhalb der letzten 4 Jahre um die Hälfte reduziert hat.
Ok, genug getrauert, wenn Martina das als Post-Controller liest, werden bestimmt wieder Erinnerungen in ihr wach, die ich besser ruhen gelassen hätte. Mal sehen...
das diskutieren wir außerhalb dieses Postings :-)
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Christian und Martina sind Blumenstempel
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4.1.09
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Labels: FICUS BENJAMINA
SUISEKI
oder doch nur Installationen mit Naturprodukten?
Ein Kieselstein mit rötlicher Färbung, gefunden in der näheren Um-gebung Wuppertals, und ein Wurzelstück werden hier zu einer Ein-heit zusammengefügt. Dem Holz sieht man die rauhe Verwitterung an, die seit Jahren an ihm nagt. Ich nenne das Objekt "Schnappi", weil es mich an eine prähistorische Kre-atur erinnert. Zwei Holzschenkel an ei-nem Ende des Wurzelstückes schrieen förmlich nach einer Klemmverbindung mit einem Stein. Ich bohrte stirnkantig ein Loch in das Wurzelstück und steck-te das ganze Gebilde auf einen alten Dekoständer aus der Weihnachtkiste. Fertig war Schnappi.
Die zweite Idee, die mir als Verbindung von zwei unterschiedlichen Dingen durch den Kopf ging, war, dass ich den Schriftzug "Peace" mit einem kleinen Kieselstein erweitern könnte.
Jetzt gebe ich dem Ganzen noch einen Namen, wie z.B. "Taubenei" und schon bekommen Dinge eine ganz andere Interpretationsgrund-lage. Den Schriftzug habe ich vor Jahren auf dem Vohwinkeler-Flohmarkt für 1 Euro gekauft, eine schöne Dekupiersäge-Arbeit in 1 cm Sperrholz. Den Stein, ein weißer kleiner Kiesel 2x3 cm, habe ich vor der Haustür gefunden. Meiner Meinung nach haben diese Objekte nichts mehr mit Suiseki zu tun, denn der Stein ist bei diesen Installationen eher Nebensache. Er wirkt fast wie ein Frendkörper mit verbindender Wirkung, trotzdem geht von ihnen eine gewisse Faszination aus. Werde jetzt Martina fragen, was ihr noch einfällt zur "Verbindung unterschiedlicher Dinge zu einer Einheit". (hihi, sie lässt bestimmt die Steine weg) O.k., dann fallen mir natürlich auch noch tolle andere Dinge ein. HihiHehe...bis später :-) :-)
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Christian und Martina sind Blumenstempel
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2.1.09
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Labels: SUISEKI